Datenschutz im Verein nach der DSGVO

Wofür soll der ganze Kram eigentlich gut sein?

Das betrifft doch sowieso nur die Internetgiganten, die mit den Daten ihrer Nutzer irgendwelche Sachen machen, die keiner mehr überprüfen kann. Die lassen sich doch eh nichts vorschreiben, weil sie ihren Sitz irgendwo außerhalb von Europa haben. Und wir im Verein sollen jetzt alles auf links drehen, bloß weil die …

Hierzu mal drei kurze Geschichten:

Silke ist schwanger. Soll aber noch niemand wissen.

Silke ist für heute die letzte Patientin von Frau Dr. Frauenarzt. Nach der Untersuchung setzt sie sich in ihr Auto und fährt nach Hause. Sie freut sich über ihre Schwangerschaft, will aber noch niemandem etwas davon erzählen. Renate, die Mitarbeiterin von Frau Dr. Frauenarzt, die heute etwas früher weg musste, setzt sich auch ins Auto, …

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Die Geschichte von Bodo und Karl.

Bodo Soundso ist momentan etwas knapp bei Kasse. Die unerwartete Reparatur seines Autos, die Heizkostennachzahlung und dann auch noch der Schulausflug seiner beiden Kinder – das war alles ein bisschen viel in letzter Zeit. Und dann auch noch die Abbuchung des Mitgliedsbeitrages seines über alles geliebten Fußballvereins, die leider geplatzt ist. Mit dem Hinweis „Konto …

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Die Geschichte von Frank und Heinz.

Frank freut sich, dass die Jungs ihn nach dem Probetraining noch auf ein Bierchen in die Eckkneipe einladen, wo gerade die Sitzung des Vereinsvorstandes zu Ende ist. Und Heinz, als Vorsitzender des Vereins freut sich, dass Frank ihm bei der Gelegenheit die unterschriebene Beitrittserklärung übergibt. Ein neues Mitglied ist immer gern gesehen. Alles perfekt ausgefüllt …

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Datenschutz geht uns alle an…

Ob wir uns jetzt in die Situation von Silke, Bodo oder von Frank hineinversetzen – alle drei wollen nicht, dass das passiert. Und wir wollen weder Renate die Praxismitarbeiterin, noch Karl der Vereinsbuchhalter oder Heinz der Vereinsvorsitzende sein, die sich anschließend für ihre „Datenpanne“ verantworten müssen.

Datenschutz ist also ein Thema, das uns alle angeht Und das nicht erst seit dem 25. Mai 2018, seit dem Inkrafttreten der europaweiten Datenschutz-Grundverordnung, der DSGVO. Mit dieser DSGVO wird der Umgang mit Daten europaweit einheitlich geregelt. Und das, was in der Arztpraxis und mit den Daten von Bodo oder Frank passiert ist, durfte auch schon vor dem 25. Mai nicht passieren.

Aber mit er DSGVO ist umfassend geregelt, was alles getan werden muss, worüber man nachdenken muss und wessen man sich bewusst sein muss, wenn es um den Umgang mit personenbezogenen Daten geht. Sowohl beim Frauenarzt als auch im Verein.

Und da die DSGVO nicht zwischen öffentlichen und nicht-öffentlichen Stellen unterscheidet, gelten auch für Vereine grundsätzlich sämtliche Vorschriften der DSGVO.

Hinweis: Die Informationen auf dieser Webseite sind nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Sie beruhen maßgeblich auf den Veröffentlichungen der Landesdatenschutzbeauftragten. Eine Haftung für deren Richtigkeit wird nicht übernommen

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Datenschutz im Verein nach der DSGVO

Wofür soll der ganze Kram eigentlich gut sein? Das betrifft doch sowieso nur die Internetgiganten, die mit den Daten ihrer Nutzer irgendwelche Sachen machen, die keiner mehr überprüfen kann. Die lassen sich doch eh nichts vorschreiben, weil sie ihren Sitz irgendwo außerhalb von Europa haben. Und wir im Verein sollen jetzt alles auf links drehen, …

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Hat das jetzt etwas mit der „Auftragsverarbeitung“ zu tun?

Richtig! In der DSGVO heißt es: Auftragsverarbeiter ist eine natürliche oder juristische Person, Behörde, Einrichtung oder andere Stelle, die personenbezogene Daten im Auftrag des Verantwortlichen verarbeitet. Eine Auftragsverarbeitung spielt beispielsweise bei der Verlagerung der Mitgliederverwaltung in eine Cloud eine wichtige Rolle, auch bei der EDV-Wartung und der Aktenvernichtung. Wenn mein Verein zum Beispiel die Mitgliederverwaltung …

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Was sind das denn alles für Personen und Daten und Auftragsverarbeitungen?

Genau darüber muss sich jeder Verein Gedanken machen und ein „Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten“ erstellen. Also am besten mal gemeinsam hinsetzen und aufschreiben, mit welchen personenbezogenen Daten denn so umgegangen wird im Verein. Da sind zunächst mal die Daten der Mitglieder. Wie werden die erhoben? Gibt es ein Formular dafür, wo werden die Formulare anschließend aufbewahrt? …

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Was dürfen wir denn mit den Daten unserer Mitglieder machen?

Ganz einfach: nur das, wozu sie auch zur Verfügung gestellt wurden. Wenn ich meinem Verein meine Kontaktdaten (Name, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse) zum Beispiel in meiner Beitrittserklärung mitteile, dann dienen diese Angaben dazu, mich als Mitglied zu verwalten und mir die Teilnahme am Vereinsleben zu ermöglichen. Mit diesen Kontaktdaten kann ich also zur Mitgliederversammlung eingeladen werden, …

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Was darf denn jetzt eigentlich noch ans „Schwarze Brett“ oder in die Vereinszeitung?

Grundsätzlich dürfen personenbezogenen Daten nur dann offenbart werden, wenn es für die Erreichung des Vereinszweckes erforderlich ist. So sollten Mannschaftsaufstellungen, Spielergebnisse, Ranglisten oder besondere Leistungen kein Problem sein. Wenn es um Eintritte, Austritte, Spenden, Geburtstage und Jubiläen geht, können diese veröffentlicht werden, wenn dem Verein keine schutzwürdigen Belange des Betroffenen bekannt sind, die dem entgegenstehen. …

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